Unser Tag startete mit Frühstück zu Viert. So langsam gewöhnt man sich an Baguette mit Käse und Salat zum Frühstück und will nichts anderes mehr. Danach ging es zu Fuß nach Nimes. Mit dem selbst gezeichneten Papierplan unseres Stellplatzbesitzers war das gar nicht so leicht und zum Schluss vertrauten wir dann doch wieder auf digitale Navigation. Wegoptimiert kamen wir an der Altstadt an.

Dann landeten wir an der Kathedrale von Nimes, welche von außen durch Einrüstung nicht in voller Pracht sichtbar war. Wir wunderten uns über die hohe Bettlerdichte in der Nähe und vor der Kathedrale um dann nach Eintreten festzustellen, dass wir in das Ende des katholischen Sonntagsgottesdienstes geraten waren. Könnte man sich eigentlich denken, wenn man am Sonntagvormittag in ein kirchliches Gebäude eintritt, wenn man noch das Gefühl für Wochentage hätte.

Wir konnten noch dem Abschlussgebet, Gesängen und Orgelspiel lauschen und dann begann der Ausmarsch der Meßdiener mit Pfarrer und Gästen. Anschließend nutzten wir die Zeit, die Kathedrale zu betrachten

Im Anschluss bewegten wir uns Richtung Maison Careè, dem einzig vollständig erhaltenen römischen Tempel. Hier schossen wir kurz ein paar Fotos und besuchten noch die Toiletten im Museumszentrum gegenüber.

Als letztes Ziel führte uns der Weg ins das ebenfalls fast vollständig erhaltene Amphitheater, wo wir uns dank eines deutschen Sprachführers über die Webseite wie Gladiatoren in Rom fühlen konnten und viel zur Geschichte der verschiedenen Römischen Unterhaltungseinrichtungen und Gladiatoren erfahren konnten.

Danach gab es ein ausgiebiges Mittagessen in der Stadt. Die Kinder blieben beim Bekannten wie Pommes und paniertes Hähnchen oder Burger, während die Erwachsenen sich an Miesmuscheln, Tintenfisch und Garnelen versuchten. Voll gesättigt ging es die 5km zurück zum Wohnmobil. Untewegs wollten wir noch ein paar Baguettes kaufen, aber da war ja was mit Wochentagen an die wir nicht mehr dachten und Sonntag Nachmittag wollen auch französische Bäcker frei haben, sonst schimpft die Gewerkschaft.

Der Nachmittag sollte dann dem zweiten Höhepunkt gelten. Die 26km mit dem Fahrrad bei 35°C sind dann doch etwas zu viel, so das wir den Camper wieder durch enge Gassen zirkelten um die 5€-Schein-Brücke Pont du Gard zu besuchen.

Es gibt einen geeigeneten Parkplatz für PKW und Wohnmobile vor Ort, alle anderen in der Nähe sind durch Höhen- oder Breitenbegrenzung nicht zugänglich. Die Parkgebühren sind mit 9€ recht teuer, aber man könnte sie mit den Eintrittskarten verrechnen, wenn man beim im Vorrauskaufen das Kennzeichen angibt oder es an der Kasse tut. Wir hatten bereits vorher gekauft, kannten aber das Kennzeichen des Campers zu den Zeitpunkt nicht. Außerdem stellten wir fest, dass man für die Besichtigung der Brücke keine Eintrittkarte benötigt, sondern nur für das Museum und den Botanischen Garten. Betrachten wir es als Spende an die französische Kultur. Immerhin wussten wir, dass man im Fluss unter der Brücke baden kann, so dass wir dieses erfrischende Erlebnis gut gerüstet wahrnahmen. Wie oft kommt man schon dazu unterhalb bzw. in der Nähe eines monumentalen römischen Bauwerks im Wasser schwimmen zu können?

Gegen Abend fuhren wir unter Vermeidung der schon bekannten Engstellen zurück zum Stellplatz und beendeten unseren Tag mit einen leckeren Abendbrot.