Am Abend und in der Nacht hat es doll geregnet, aber am Morgen hat es zum Glück aufgehört. Alex steigt gegen halb 8 als erster in den See, der nach wie vor angenehm „warm“ ist. Er sieht hinterher so schön erfrischt aus, dass ich mich doch noch entschließe, es ihm nach zu tun. Es war tatsächlich sehr wohltuend 🙂 Das wissen natürlich auch die Einheimischen, vor allem Rentner, die dies offenbar für morgendliche Schwimmen-, Quatsch- und Kaffeetrink-Treffen nutzen.

Nach der Erfrischung werfen wir die Kinder aus den Federn und frühstücken im Camper. Derweil fährt die Polizei auf dem Parkplatz vor und uns wird etwas mulmig, ob wir doch nicht hier hätten stehen dürfen. Es war immerhin nur ein Parkplatz für normale PKW und wir haben 2 Plätze eingenommen. Aber deren Aufmerksamkeit galt anderen und wir blieben unbehelligt.
Wir haben uns dennoch beeilt, wegzukommen und sind direkt nach Zürich reingefahren auf einen Parkplatz, um uns Zürich anzuschauen. Auch hier nehmen wir streng genommen 4 Plätze ein, finden das aber ok, da der Parkplatz fast leer ist. Zu Fuß machen wir uns an der Uferpromenade auf den Weg ins Zentrum. Der See ist wunderschön klar, es gibt Enten, Schwäne, Bleßhühner und vieles anderes Getier. Das Wasser ist so klar, dass man auch Fische sehen kann. In der Innenstadt angekommen schlendern wir herum, bestaunen die Preise: z.B. Eiskugel 4 CHF, Bratwurst 8-9 CHF, Baguette 4,20 CHF, besichtigen das Münster von innen und nehmen das Flair der Stadt auf.












Dann sehen wir noch die Gebäude von UBS, Credit Suise am Paradeplatz und wanderten durch diverse Innenhöfe und standen vor dem Sitz der Schweitzer Zentralbank. Dann ging es noch zur Oper und Hotel Europa. Mehr stand in der knappen Zeit nicht mehr auf dem Plan.





Dann ging es zurück zum Camper. Der Parkplatz war inzwischen Rappelvoll, so dass wir ein etwas schlechtes Gewissen hatten, dass wir so „frevelhaft“ parkten. Wir bereiteten dennoch ein schnelles Mittagessen zu. Dabei planten wir die weitere Strecke für heute. Die Entscheidung, ob wir links (Stuttgart) oder rechts (Augsburg) herum fahren machten die Kuppinger nach einen Anruf und einem „Ja, sehr gerne!“ leicht, so dass wir ca. 2:45 h später zuammen am Kaffeetisch saßen.

Dann ging es auf den letzten Abschnitt unsererer Reise zu einem Stellplatz am Rothsee. Wir konnten uns noch an die Aussage des Vermieters: „Ad-Blue brauche ich nicht zu erklären, dass müsst ihr ohnehin nicht nachfüllen“ erinnen, welche durch die Anzeige: „Bitte Ad-Blue nachfüllen“ widerlegt wurde. Da wir wenig Erfahrungen diesbezüglich hatten, recherchierten wir im Handbuch und erhielten Aussagen von reduzierter Motorleistung bis Motor „geht nicht mehr an“. Leider zeigte das Auto nicht an, wie die Reichweite noch war. So beschlossen wir, eine Tankstelle aufzusuchen und den Stop gleich zum Tanken zu benutzen. Nachdem wir an der erstbesten Autobahntankstelle von Dieselpreisen von 2,11€/l doch sehr überrascht waren und die Tanken App etwas von 1,76€/l in der der Gegend sagte, machten wir noch den geplanten Fahrerwechsel bei laufenden Motor, da Geli müde war. Nach weiteren 6 km fuhren wir ab, fuhren die Markentankstelle 800 m von der Autobahn an und tankten zu besagten 1,76€/l und füllten die obligatorischen 5l Ad-Blue auf. So kamen wir entspannt gegen 21:10 Uhr am Zielpunkt an, machten schnell noch ein paar Nudeln und besuchten im Anschluss das Seeufer des Rothsees. Morgen früh geht es in den See, egal wie das Wetter ist.

Kommentare von Angelika Wendland